MATCH RACE

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Was ist Match Racing?

Zwei Boote segeln im Duell gegeneinander. Taktik, Teamarbeit und Psychologie sind es, die beim Match Racmatch course upe in Sekundenschnelle entscheiden. Schiedsrichter in Begleitbooten achten auf Regelverstöße und entscheiden sofort.

Üblicherweise segeln die Boote von der Startlinie "am Wind" hoch zur Luv-Tonne, die sie runden, um dann unter gesetztem Spinnaker Kurs auf die Lee-Tonne zu nehmen, die nahe der Startlinie positioniert ist. Danach geht es wieder hoch zur Luv-Tonne. Diese wird erneut gerundet und schon folgt der letzte Spurt zurück ins Ziel (Startlinie = Ziellinie).
 

Der Start beginnt mit dem Ankündigungsschuss, der fünf Minuten vor dem Start von der Wettfahrtleitung von dem Startschiff aus abgegeben wird. Vier Minuten vor Start setzt die Wettfahrtleitung eine blaue-weiße Flagge und gibt einen Hupton ab. Danach segeln die beiden Boote - eines mit einer gelben Flagge am Heck, das andere mit einer blauen - innerhalb der nächsten zwei Minuten aus gegenüberliegenden Richtungen in das Startrevier hinein. Bis zum Startschuss folgt ein hartes Duell, in dem sich die Gegner eine vorteilhafte Position für den Start erarbeiten wollen. Ein möglicher Trick besteht darin, den Rivalen unter Ausnutzung der seglerischen Vorfahrtsregeln zum Frühstart zu zwingen, d.h. der Frühstarter muss hinter die Startlinie zurück und der andere kann davon ziehen. Oft kommt es vor, dass bei diesem Manöver beide Boote zu früh über die Startlinie geraten und dann müssen beide Boote zurück. Auf dem Startschiff wird durch die zur Farbe des Bootes passende Flagge (gelb oder blau) angezeigt, welches der Boote über der Startlinie ist.

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 Schiedsrichter: Jedes Duell wird  grundsätzlich von zwei Schiedsrichtern in  Motorbooten überwacht. Sie entscheiden  über Proteste und verteilen Strafen. Wenn  eine der beiden Mannschaften durch  hochhalten einer gelb-rot gestreiften Flagge  protestiert, um auf einen Fehler des Gegners  aufmerksam zu machen, dann können die  Schiedsrichter eine der folgenden Flaggen zeigen:
 Blau: Das Boot mit der blauen Flagge am Heck  muss eine Strafdrehung absolvieren.
 Gelb: Das Boot mit der gelben Flagge am  Heck muss eine Strafdrehung absolvieren.
Strafdrehung "Vor dem Wind" muss das bestrafte Boot den Spinnaker runternehmen, mit dem Bug durch den Wind gehen (Wende), also den Kurs um 180 Grad ändern, und kann dann wieder auf den alten Kurs zurückkehren.

Strafdrehung "Am Wind" muss das bestrafte Boot abfallen und das Heck durch den Wind drehen (Halse), also den Kurs um mindestens 270 Grad ändern, und darf dann wieder auf den alten Kurs zurück.
Grün/Weiß: Es liegt kein Regelverstoß vor.
Schwarz: Das betroffene Boot ist sofort vom Rennen disqualifiziert.
Rot : Das betroffene Boot muss sofort einen Strafdrehung absolvieren.

Das bestrafte Boot darf die Bereinigung einer Strafe zu jeder Zeit des Rennens bis vor der Ziellinie ausführen. Wenn beide Gegner jeweils eine Strafe kassiert haben, dann müssen die Strafkringel nicht absolviert werden, sie gleichen sich aus. Die Anzahl der noch auszuführenden Strafdrehungen werden den Crews mit blauen bzw. gelben Flaggen, die am Schiedsrichterboot gesetzt werden, deutlich angezeigt. Kommt für ein Boot eine zweite Strafe hinzu, muss der entsprechende Strafdrehung sofort ausgeführt werden.

Erhält ein Boot eine dritte Bestrafung, zeigen die Schiedsrichter sofort die schwarze Flagge. Das Boot ist disqualifiziert und hat das Rennen verloren.

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Die Regeln:

Zwei grundsätzliche Vorfahrtsregeln sind im Match Race zu beachten: Das Boot mit dem Wind von rechts (Steuerbord) hat Vorfahrt, das gegnerische Boot muss sich freihalten. Im Zweibootslängenkreis von einer Wendeboje hat das innen liegende Boot Vorfahrt und darf zuerst wenden. Die Duelle verlaufen in der Regel auf engstem Raum. Über Sieg oder Niederlage entscheiden daher häufig nur ein paar Bootslängen.

 

 

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